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letztes Update: 22.05.12 10:53
FORMEL 1
Sebastian Vettel gewinnt in den Häuserschluchten von Monaco
© DPPI
Sebastian Vettel gewinnt in den Häuserschluchten von Monaco

Vettel holt seinen 1. Monaco Sieg

Von Stefanie Szlapka29.05.11-15:58

Er gewann einen spannenden Dreikampf gegen Fernando Alonso und Jenson Button

Sebastian Vettel hat es geschafft: der Red Bull Racing-Pilot sicherte sich nach seiner erste Pole in Monaco auch den Sieg auf dem legendären Stadtkurs. In einem sehr spannenden Rennen mit zwei Safetycar-Phasen setzte er sich gegen Ferari-Pilot Fernando Alonso und Jenson Button durch.

Die Zuschauer in Monaco erlebten in den letzten Runden einen harten Dreikampf zwischen Vettel, Alonso und Button um den Sieg. Vettel fuhr kurz vor Schluss mit Reifen, die er in der 16. Runde aufgezogen hatte. Seine Verfolger Alonso und Button waren auf frischeren Pneus unterwegs und setzten den Deutschen mächtig unter Druck. Doch mitten in der heissen Phase kam es zu einer Kollision im Mittelfeld. Da der Krankenwagen wegen Vitaly Petrov auf die Strecke musste, unterbrach die Rennleitung das Rennen mit roter Flagge. Diese Pause rettete Vettel den Sieg. In der Zeit bis zum Restart nahm Red Bull Racing einen Reifenwechsel vor und beendete damit seinen Reifennachteil.

Am Start konnte Vettel seine Pole-Position in die Führung ummünzen, Button hielt die zweite Position. Allerdings konnte Alonso Mark Webber überholen. In den folgenden Runden konnte Vettel seinen Vorsprung immer weiter ausbauen und es sah nach einem erfolgreichen Rennen für den Deutschen aus, doch dann kamen die ersten Boxenstopps.

Button kam in der 15. Runde zum Reifenwechsel, Vettel einen Umlauf später quasi gleichzeitig mit Webber. Während der Boxenstopp des Briten ohne Probleme verlief, war bei Red Bull Racing der Wurm drin. Beide Stopps dauerten viel zu lange und so konnte Button die Führung übernehmen. Alonso, der in der 17. Runde bei seinem Team vorfuhr, reihte sich knapp hinter Vettel ein. Webber war sogar auf Rang 13 zurückgefallen.

Lewis Hamilton hatte in Monaco das ganze Rennen über kein Glück. Zuerst wurde ihm seine schnellste Runde im Qualifying aberkannt, da er die Schikane ausgelassen hatte und musste somit von Rang neun starten. In der ersten Runde überrumpelte ihn in der Haarnadelkurve auch noch Michael Schumacher. Erst in der zehnten Runde konnte er mit einem spektakulären Überholmanöver in der St. Devote überholen. Doch auch bei ihm ging der erste Boxenstopp daneben: das Team war nicht vorbereitet und so dauerte der Wechsel über neun Sekunden. Der Brite kam auf Position 14 hinter Webber wieder auf die Strecke.

Später landete auch noch Massa nach einem schlechten Stopp zwischen den beiden. Alle drei steckten durch die schlechten Stopps im Verkehr hinter einigen Konkurrenten, die mit ihren Boxenstopp warteten. In der 32. Runde griff Hamilton Massa in der Haarnadelkurve an. Es kam zur Kollision zwischen den beiden und Hamilton war durch. Doch damit war die Aufregung noch nicht vorbei.

Massa wollte nicht aufgeben und knallte im Tunnel aussen in die Leitplanke. Um Auto und Teile sicher entfernen zu können, wurde das Rennen durch den Einsatz des Safetycars neutralisiert. Für Schumacher war das Rennen ebenfalls beendet. Der Bolide aus dem Team Mercedes GP blieb einfach stehen. Später war auch für Hamilton das Rennen mehr oder weniger vorbei: Für sein aggressives Überholmanöver brummten ihm die Rennkommissare eine Durchfahrtstrafe auf.

In der Zwischenzeit ging der Kampf zwischen Button, Vettel und Alonso um den Sieg weiter: Button hatte kurz vor der SC-Phase gestoppt, Alonso in der Phase selbst und Vettel hingegen blieb auf der Strecke. Der Brite hatte damit viel frischere Reifen und holte schnell auf den Deutschen auf. Der wurde jedoch von seiner Box aufgefordert Button noch zehn Runden hinter sich zu halten. Doch McLaren änderte die Strategie und holte Button in der 48. Runde rein. Er kam auf Rang drei hinter Alonso wieder auf die Strecke und hatte freie Fahrt.

In der 59. Runde war Alonso dran an Vettel. Drei Umläufe später hatte Button den Anschluss an das Duo gefunden. Nun war der direkte Dreikampf um den Sieg perfekt! Doch lief das Trio auf eine riesige Kampfgruppe im Mittelfeld auf. Durch das Chaos aus blauen Flaggen und Überholmanövern, kam es zum Unfall – das Aus für Vitaly Petrov und Jaime Alguersuari. Das Safetycar musste zum zweiten Mal auf die Strecke. Auch Hamilton war von Alguesuari an seinem Heckflügel erwischt worden. Zum Glück waren die Top 3 heil durchgekommen.

Dann wurde das Rennen überraschend hinter dem Safetycar mit roter Flagge unterbrochen. Der Krankenwagen musste zu Petrov anrücken, der im Auto sitzengeblieben war. Nach einigen Minuten wurde das Rennen für die letzten sechs Runden hinter dem Safetycar neu gestartet. Die Teams nutzten die Zeit, um kleine Reparaturen vorzunehmen und auch die Reifen zu wechseln. Beim Restart blieben die Platzierungen an der Spitze unverändert. Webber konnte in der vorletzten Runde noch den vierten Rang übernehmen.

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POSTINGS

Posting von Anonym am 31.05.11 18:54:41
Wir Fans sind durch das unsinnge Reglement um ein superspannendes Finale gebracht worden! Wenn es bei Rennunterbrechungen schon möglich ist die Reifen zu wechseln und Repararaturen durchzuführen, dann aber bitte nur in der Box. Diese Fahrer müssen sich dann aber auch beim Restart gefälligst hinten anstellen!

G.N.
Posting von Anonym am 30.05.11 11:07:35
Man frage Fahrer oder Fans - die Formel 1 gehört nach Monaco, Anachronismus hin oder her!
Der einzig wirklich kritische "Crash-Punkt" ist die Passage nach dem Tunnel, wo man dringend etwas unternehmen muss. Schaut man sich die anderen, beim vergangenen GP "auffällig" gewordenen Stellen an - St. Devote, Loews -, so gehen die dortigen Kollisionen allenfalls auf die Autos, sind aber keine Gefahrenstellen. Alle anderen Streckenteile bergen letztlich das gleiche Gefahrenpotenzial wie jede andere Strecke auch.
In Punkto passiver Sicherheit ist man in Monaco (Ausnahme die erwähnte passage nach dem Tunnel) in dem Maße hervorragend gerüstet, wie es für einen Stadtkurs möglich ist.
Im Übrigen hat es wohl mehr geglückte als überhastete und entsprechend missglückte Überholmanöver gegeben.

Jenson
Posting von Anonym am 30.05.11 07:06:55
Monaco gehört aus dem WM Kalender gestrichen, genauso wie GP im Budapest. Es hat sich wieder einmal gezeigt dass auf diese Strecke nicht möglich ist normal zu überholen, ohne dabei einen Unfall zu bauen, oder dem Gegner mindestens zu berühren und (meistens) die beiden Autos zu beschädigen, was dann im weiterer Folge zu extrem gefährliche Situationen führt.
Schön oder nicht, Tradition hier oder her, diese Strecke ist (schon lange) nicht mehr zeitgemäß.
Posting von Anonym am 29.05.11 19:53:28
5 Siege aus 6 Rennen - doch Vettel ist nicht so überlegen wie es ausschauen mag, wer würde angesichts dieser Bilanz auf derart durchaus spannende Rennen tippen? Was Vettel auszeichnet: Wenn es zählt, ist er zu einhundert Prozent da und macht keinen Fehler. Q3 und erster Stint sind scheinbar grundsätzlich nahe an der perfektion, womit das Fundament für einen Sieg gelegt ist. Klappt es damit mal nicht - siehe Barcelona - setzt er es in der zweiten Rennhälfte entscheidend um. das ist eines Weltmeisters würdig und scheint auch einer Titelverteidigung würdig, ad keiner seiner Konkurrenten aktuell in der Lage zu sein scheint, das Optimum in dieser Konsequenz und Konstanz umzusetzen. Chapeau! Unschlagbar aber ist er natürlich nicht, da mögen die morgigen Schlagzeilen noch so ins Kraut schießen. Seine Siege haben nichts mit Glück zu tun, wenn er es aber als zusätzlicher Komponente benötigt, dann ist er genau da, wo er es ausnutzen kann.
Die WM ist noch nicht entschieden, aber es gibt einen klaren Favoriten...

Jenson
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