Das Formel-1-Rennen in Singapur bot Spannung bis zur letzten Kurve. Nach 61 Runden jubelte Fernando Alonso, der ganz knapp vor Sebastian Vettel ins Ziel kam. Nach einer besonderen Strategiewahl sicherte sich Mark Webber den dritten Rang und hielt die Führung in der Gesamtwertung. Für Lewis Hamilton wurde das Rennen nach einer Kollision mit Webber zur Nullnummer.
Am Start kam Vettel zwar sehr gut weg, aber Alonso zog sofort rüber und der Deutsche musste sich hinter dem Pole-Mann einreihen. Allerdings konnte er Hamilton hinter sich auf dem dritten Rang halten. Jenson Button hielt die vierte Position vor Webber.
Bereits in der ersten Runde bekam Nick Heidfeld die Härte seiner Konkurrenz zu spüren. Zuerst donnerte ihm Vitantonio Liuzzi ins Heck, überholte ihn dann und setzte sich so knapp vor ihn, dass ihm der Deutsche ins Heck donnerte. Heidfeld musste daraufhin die Box ansteuern, um sich eine neue Nase anzuholen.
Bereits in der vierten Runde musste das Safetycar seinen Dienst antreten. Liuzzi hatte nach Problemen sein Auto ausgangs der Schikane abgestellt. Eine zu gefährliche Stelle, um den Force-India dort stehen zu lassen. Webber steuerte daraufhin sofort die Box an, wie auch Christian Klien, Heidfeld und sieben weitere Piloten. Beim Restart wenige Runden später blieben die Positionen an der Spitze bestehen.
Webber hatte nach seinem Stopp den elften Rang inne. Doch in den folgenden Runden konnte er in dem schnellen Red Bull die Konkurrenz überholen. Doch hinter Rubens Barrichello auf Platz sieben stoppte die Aufholjagd. Somit konnten Alonso und Vettel den Abstand auf den Australier soweit vergrössern, dass sie ohne Sorgen zum Boxenstopp antreten konnten.
Nur für den drittplatzierten Hamilton reichte es hingegen nicht. Der Brite kam in der 29. Runde in die Box und musste sich anschliessend hinter Webber einreihen. Alonso und Vettel fuhren in der 30. Runde gleichzeitig zum Reifenwechsel. Vettel hatte in der Runde zuvor zwar aufgeholt, schien aber beim Losfahren Schaltprobleme zu haben und blieb hinter dem Spanier.
Doch in der 32. Runde wurde es wieder spannend, da das Safetycar wieder ran musste: Kamui Kobayashi war in die Mauer gerutscht. Bruno Senna konnte später nicht mehr ausweichen und rutschte in den Japaner. Noch in der gleichen Runde gingen Robert Kubica und Barrichello an die Box und Webber erbte den dritten Rang hinter Alonso und Vettel. Jedoch lagen zwei zu überrundende Fahrzeuge (Timo Glock, Lucas Di Grassi) vor dem Australier. Von hinten lauerten zusätzlich die beiden McLaren.
Obwohl Alonso kurz vor Freigabe des Rennens einen Fehler machte, konnte ihn Vettel nicht attackieren. Aber hinter dem Duo ging es rund: Di Grassi liess Webber nicht schnell genug passieren, der daraufhin von Hamilton attackiert wurde. Der Brite war fast vorbei, doch dann berührten sich die beiden eingangs der Schikane. Während der Red-Bull-Pilot weiterfahren konnte, musste Hamilton aufgeben.
Eine Runde später kam das Aus für Heidfeld. Ihm war Schumacher ins Heck gefahren. Der Mercdes GP-Pilot musste daraufhin die Box ansteuern und sich eine neue Nase holen. Die Aktion blieb für Schumacher ohne Folge. Der Deutsche musste sich am Schluss mit dem 13. Rang zufrieden geben.
Gegen Ende musste Webber seinen alten Reifen Tribut zollen und Button kam immer näher. Doch der Brite kam nicht mehr nah genug heran, um Webber zu attackieren. Anders sah das bei Vettel und Alonso aus: Vettel setzte den Führenden in den letzten beiden Runden gehörig unter Druck. Doch der Spanier war abgebrüht genug, um mit einem Vorsprung von 0,2 Sekunden zu gewinnen.
In der Tabelle führt Webber weiterhin mit 202 Punkten, nun gefolgt von Alonso mit 191 Zählern. Hamilton liegt nach seiner zweiten Nullnummer in Folge mit 182 Punkten auf der dritten Position. Auch Vettel und Button haben weiterhin Chancen auf den Titel. Dem Deutschen fehlen 21 Punkte auf seinen Teamkollegen.
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| Start/Ziel-Sieg bringt Alonso in der Tabelle nach vorne | |
Fernando Alonso gewinnt Nachtrennen
| Von Stefanie Szlapka | 26.09.10-16:31 |
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Termine im Überblick
| WM-STAND | 5 / 20 Rennen |
| Pos. | Fahrer | Pkt. |
| 1 | Sebastian Vettel | 61 |
| 2 | Fernando Alonso | 61 |
| 3 | Lewis Hamilton | 53 |
| 4 | Kimi Räikkönen | 49 |
| 5 | Mark Webber | 48 |
| 6 | Jenson Button | 45 |
| 7 | Nico Rosberg | 41 |
| 8 | Romain Grosjean | 35 |



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